{"id":2812,"date":"2012-09-12T13:47:43","date_gmt":"2012-09-12T13:47:43","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.innovationsgesellschaft.ch\/environmental-risks-from-nanoparticles-in-sunscreens\/"},"modified":"2013-11-18T08:52:55","modified_gmt":"2013-11-18T08:52:55","slug":"environmental-risks-from-nanoparticles-in-sunscreens","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/environmental-risks-from-nanoparticles-in-sunscreens\/","title":{"rendered":"Environmental Risks from Nanoparticles in Sunscreens"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nanoskalige UV-Filter in Sonnenschutzmitteln<\/strong><\/p>\n<p>Moderne Sonnenschutzmittel erhalten heute verbreitet mineralische UV-Filter im nanoskaligen Bereich, wie zum Beispiel Titandioxid oder Zinkoxid. Diese legen sich mantelartig auf die Haut und sch\u00fctzen diese, indem sie wie kleine Spiegel das einfallende Licht reflektieren. Besonders wirksam sind sie gegen UB-B-Strahlen im Bereich von 315 bis 280 Nanometer respektive UV-A-Strahlen im Bereich von 380 bis 318 Nanometern. Zudem sind mit Nanopartikeln ausgestattete Sonnenschutzmittel transparent, da Stoffe im Nanometerbereich f\u00fcr das sichtbare Licht durchl\u00e4ssig sind. Sie hinterlassen keinen weissen Film auf der Haut. Ab Anfang 2013 wird es f\u00fcr Verbraucher nachvollziehbar, ob Sonnenschutzprodukte nanoskalige UV-Filter enthalten, da ab diesem Zeitpunkt die neue EU-Kosmetikrichtlinie in Kraft tritt. Diese beinhaltet auch eine Kennzeichnungspflicht auf der Produktverpackung.<\/p>\n<p><strong>Umweltrisiko von Nanomaterialien?<\/strong><\/p>\n<p>Nanopartikel gelangen im Wesentlichen \u00fcber zwei Pfade in die Umwelt. Zum einen gelangen sie durch das Abwaschen von der Haut \u00fcber das Abwasser in Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser. Voraussetzung ist, dass die Nanopartikel ungehindert Kl\u00e4ranlagen passieren. Nach derzeitigem Wissensstand werden etwa 90% der Nanopartikel \u00fcber Reinigungsprozesse von Kl\u00e4ranlagen im Kl\u00e4rschlamm zur\u00fcckgehalten. Eine wesentliche Belastung von Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern wird demzufolge \u00fcber diesen Pfad nicht erwartet.<\/p>\n<p>Ein zweiter Weg, \u00fcber welchen nanoskalige Stoffe aus Sonnencremes in die Umwelt gelangen, ist das Abwaschen vom K\u00f6rper beim Baden in nat\u00fcrlichen Gew\u00e4ssern. Verhalten und Verbleib von Nanopartikeln in diesen Gew\u00e4ssern ist abh\u00e4ngig von unterschiedlichen Faktoren, z. B. von der Formulierung der Sonnenschutzmittels, der Art und Weise der Funktionalisierung der Nanopartikel oder von den Gew\u00e4ssereigenschaften (z.B. pH-Wert). Die Wechselwirkungen von Nanopartikeln mit der aquatischen Umwelt sind sehr komplex. Es ist derzeit schwierig allgemeing\u00fcltige Aussagen zum Verhalten und \u00d6kotoxizit\u00e4t von Nanopartikeln wie Titandioxid oder Zinkoxid zu treffen.<\/p>\n<p><strong>Forschungsbedarf nach wie vor hoch<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl in den letzten Jahren eine Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen zur potentiell toxischen Wirkung von Nanopartikeln auf die Umwelt entstanden ist, bleibt der Forschungsbedarf nach wie vor hoch. Dies hat unterschiedliche Gr\u00fcnde. Zum einen ist die Aussagekraft dieser Studien schwer zu bewerten, das widerspr\u00fcchliche Ergebnisse ver\u00f6ffentlich wurden und die einzelnen Studien schwer miteinander vergleichbar sind. Zum anderen lassen sich die Erkenntnisse nicht auf die potentiellen Umweltrisiken von Titandioxid und Zinkoxid in Sonnenschutzmitteln \u00fcbertragen, da die vorliegenden Studien meistens mit reinen und nicht funktionalisierten Nanopartikeln \u2013 wie diese gr\u00f6sstenteils in Sonnenschutzprodukten vorkommen \u2013 durchgef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Source: Dubbert, W., Schwirn, K. und V\u00f6lker, D. (2012). Nanomaterialien in Sonnenschutzmitteln: Konsequenzen f\u00fcr die Umwelt? In: Themenheft UV-Strahlung (02\/2012). Umwelt und Mensch - Informationsdienst.<\/p>\n<p>More Information: info@innovationsgesellschaft.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Modern sunscreens often contain nanosized mineral UV filters, e. g. titanium dioxide or zinc oxide. From an environmental perspective this is a particularly sensitive application since the nanoparticles exist unbound in these products and thus can be released into the environment. In order to prove the possible environmental impact by nanomaterial containing sunscreens nanospecific adapted test guidelines and routine measurinig methods are necessary. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[],"class_list":["post-2812","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nanotechnology"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2812","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2812"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2812\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2812"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2812"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2812"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}