{"id":4458,"date":"2013-09-19T13:16:33","date_gmt":"2013-09-19T13:16:33","guid":{"rendered":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/?p=4458"},"modified":"2013-11-14T10:16:41","modified_gmt":"2013-11-14T10:16:41","slug":"self-healing-car-finish-how-nanotechnology-renders-cars-scratch-resistant","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/self-healing-car-finish-how-nanotechnology-renders-cars-scratch-resistant\/","title":{"rendered":"Self-healing car finish - How nanotechnology renders cars scratch-resistant"},"content":{"rendered":"<p><strong>\"<\/strong>Das ist ein Spray. Und damit kann man beispielsweise die Oberfl\u00e4che Schmutz und Wasser abweisend machen.\" Das Auto, das Schmutzpartikel wie von Zauberhand abperlen l\u00e4sst - die Nano-Technologie macht's m\u00f6glich. \"Also man kann sich das grob so vorstellen, dass in diesen Stoffen Molek\u00fcle sind, die sich auf der Grundoberfl\u00e4che so anordnen, dass sie parallel nebeneinander sind. Und damit bilden sie eine Art sehr dichte, wasserabsto\u00dfende Oberfl\u00e4che, wo sich Wassertropfen nicht anlagern k\u00f6nnen. Und weil sich diese Wassertropfen nicht anlagern, ausdehnen k\u00f6nnen, perlen sie ab.\" Und mit ihnen auch die im Wasser gel\u00f6sten Schmutzbestandteile. \"Lotus-Effekt\" nennen Experten wie Christoph Meili dieses Abperlen als Folge der Nano-Partikel. Und dieser Lotus-Effekt l\u00e4sst sich nicht nur im Impr\u00e4gnier-Spray verwenden. \"Also man kann solche Stoffe auch einsetzen, um Nano-Lacke herzustellen, die besonders widerstandsf\u00e4hig sind. Also gerade im Automobilbereich sind das Klarlacke, die aufgetragen werden auf die Oberfl\u00e4che. Diese Klarlacke verhindern, dass beispielsweise die Lacke stumpf werden oder verkratzen.\"<\/p>\n<p>Aus diesem Grund werden solchen Lacken sehr harte Nano-Partikel wie Silizium- oder Aluminium-Oxid beigemischt. Dadurch wird die Oberfl\u00e4che besonders hart, zeigt sich besonders robust und unempfindlich. Diese Technologie setzte vor allem die Premium-Marken unter den Automobilherstellern schon seit \u00fcber zehn Jahren ein. In diesem Zeitraum hat die Anwendung der Nano-Technologie f\u00fcr Autolacke enorme Fortschritte gemacht. \"Es gibt selbstheilende Autolacke. So etwas gibt es. Und das sind Systeme, wenn Sie einen nicht allzu gro\u00dfen Kratzer haben, dass die dann quasi wieder von selbst zusammenflie\u00dfen. Man kann sich vorstellen, dass die Oberfl\u00e4che sich wieder schlie\u00dft. Das hei\u00dft: Dort, wo der Kratzer entstanden ist, flie\u00dfen die Partikel wieder zusammen. Und die Oberfl\u00e4che heilt aus.\" Hierzu muss aber von vornherein ein \"selbstheilender Nano-Lack\" verwendet werden. Durch eine nachtr\u00e4gliche Impr\u00e4gnierung l\u00e4sst sich diese F\u00e4higkeit zur Selbstheilung des Autolacks nicht erzielen. Dennoch haben die T\u00fcftler allerlei Nano-Wundermittelchen auf den Markt gebracht, die auch im Nachhinein aufs Fahrzeug aufgebracht werden k\u00f6nnen - und beispielsweise, so Christoph Meili von der Innovationsgesellschaft St. Gallen, f\u00fcr klare Sicht sorgen:<\/p>\n<p>\"Man kann beispielsweise auch die Scheiben impr\u00e4gnieren mit solchen Sprays. Das bedeutet: Wenn Sie dann auf die Autobahn gehen, m\u00fcssen Sie bis ab einer gewissen Geschwindigkeit die Scheibenwischer nicht mehr einstellen. Das hei\u00dft: Der Regen perlt dann einfach ab.\" Impr\u00e4gnier-Sprays, die Nano-Teilchen enthalten, werden auch immer h\u00e4ufiger verwendet, um sie im Nachhinein auf bestehende Autolacke aufzubringen. Florian Gombeck arbeitet als selbstst\u00e4ndiger Fahrzeug-Aufbereiter.\"Wir arbeiten mit einer Keramik-Nanolack-Versiegelung. Der Vorteil ist, dass das Auto dann immer wie neu aussieht. Man wei\u00df, dass sich das in den Klarlack einarbeitet und dadurch der Lack gesch\u00fctzt bleibt.\" Auch in diesem Fall sorgt die Impr\u00e4gnierung f\u00fcr eine Oberfl\u00e4chen-Beschichtung, die den Lack ein St\u00fcck weit resistent gegen\u00fcber Kratzern macht - und sorgt daf\u00fcr, dass Schmutzteilchen und Wassertropfen abperlen. Zwischen 600 und 900 Euro verlangen Fahrzeug-Aufbereiter wie Florian Gombeck f\u00fcr solch eine Behandlung - ein auf den ersten Blick recht saftiger Preis. Dennoch rechne sich solch eine Nano-Impr\u00e4gnierung vor allem f\u00fcr die Halter von Leasing-Fahrzeugen. Geben die Halter solche Autos n\u00e4mlich nach der Leasing-Dauer mit einem Kratzer zur\u00fcck, werden erheblich h\u00f6here Summen als die 600 Euro f\u00fcr die Nano-Impr\u00e4gnierung f\u00e4llig. Die \u00fcbrigens h\u00e4lt eine ganze Weile an. \"150 Waschanlagenfahrten. Also man sagt in der Regel drei Jahre.\"<\/p>\n<p>Source: <a title=\"Selbstheilende Autolacke\" href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/marktplatz\/2257097\/\" target=\"_blank\">Deutschlandfunk <\/a>(Interview by Thomas Wagner, 19.09.2013)<\/p>\n<p>Image: \u00a9 Copyright 2013, The Innovation Society, St. Gallen<\/p>\n<p>The full program can be found <a title=\"Marktplatz\" href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/marktplatz\/2222270\/\" target=\"_blank\">here <\/a>(text and audio versions, external link, Deutschlandfunk).<\/p>\n<p>For further information, please contact:<\/p>\n<p><a href=\"mailto:info@innovationsgesellschaft.ch\">info@innovationsgesellschaft.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Novel sprays containing silica or aluminium oxide nanoparticles enable car finish to repair itself up to a certain degree. The following interview on nanotechnlogy in car finish by Thomas Wagner (interviewing Christoph Meili) was aired on \"Deutschlandfunk\" on September 19, 2013 (interview in German). <\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":4457,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[],"class_list":["post-4458","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nanotechnology"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4458","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4458"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4458\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4457"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4458"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4458"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4458"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}