{"id":12396,"date":"2016-10-03T09:24:13","date_gmt":"2016-10-03T07:24:13","guid":{"rendered":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/?p=12396"},"modified":"2018-11-19T09:13:51","modified_gmt":"2018-11-19T07:13:51","slug":"brochure-small-giants-in-our-everyday-life","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/brochure-small-giants-in-our-everyday-life\/","title":{"rendered":"Brochure: Small giants in our everyday life"},"content":{"rendered":"<p>The brochure is only available in German.<\/p>\n<p>Nanowissenschaftler erforschen nicht nur die Chancen von industriell herstellbaren Nanomaterialien, sondern auch deren Risiken. Nur wenn man Risiken rechtzeitig erkennt, lassen sie sich vermeiden oder durch entsprechende Ma\u00dfnahmen auf ein hinnehmbares Niveau reduzieren. Es ist zu erwarten, dass Nanomaterialien zuk\u00fcnftig in immer mehr Produkten auf den Markt kommen. Die begleitende Risikoforschung sorgt daf\u00fcr, dass die Nanotechnologie ihr Potenzial optimal entfalten kann, ohne Mensch und Umwelt zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Nach einer allgemeinen Einf\u00fchrung stellt die Brosch\u00fcre die Grundlagen und Methoden der Risikoforschung zur Nanotechnologie vor. Einzelne Materialien oder Produkte werden bewusst nicht diskutiert. Zwar kann man die Risiken von vielen Materialien heute schon deutlich besser absch\u00e4tzen als noch vor ein paar Jahren, die Risikoforschung ist aber noch in vollem Gang und das bisherige Wissen f\u00fcr eine abschlie\u00dfende Bewertung noch nicht ausreichend. Weltweit ver\u00f6ffentlichen Forscher t\u00e4glich neue Resultate.<\/p>\n<p>Viele Substanzen, die als Nanomaterial auf den Markt kommen sollen, sind in ihrer grobk\u00f6rnigen Variante bereits l\u00e4ngst im Handel. Ein Beispiel ist Titandioxid, das als wei\u00dfes Pigment schon lange in Wandfarben steckt. Fr\u00fcher wurden haupts\u00e4chlich mikrometergro\u00dfe Titandioxidpartikel eingesetzt. Sie sind mindestens zehnmal gr\u00f6\u00dfer als jene Nanoobjekte aus Titandioxid, die seit einigen Jahren in Sonnenschutzmitteln verwendet werden. Herk\u00f6mmliches Titandioxid ist unbedenklich. Warum wird Nanotitandioxid, das dieselbe chemische Zusammensetzung besitzt, dennoch in so vielen weiteren Studien untersucht? Die Antwort ist einfach: Nicht nur die Zusammensetzung eines Materials, sondern auch seine Form und Gr\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen die biologische Wirkung beeinflussen.<\/p>\n<p>Das wohl bekannteste Beispiel f\u00fcr den Zusammenhang zwischen der Teilchenform und einem gesundheitssch\u00e4dlichen Effekt ist Asbest: Dieses nat\u00fcrlich vorkommende Mineral besteht \u00fcberwiegend aus Verbindungen der eigentlich harmlosen Elemente Eisen, Silizium und Sauerstoff. Dennoch ist Asbest \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlich, denn es bildet mikrometergro\u00dfe Nadeln, die nach dem Einatmen zu schweren Gesundheitssch\u00e4den f\u00fchren k\u00f6nnen. Asbest geh\u00f6rt zwar nicht zu den Nanomaterialien, zeigt aber, dass die \u00e4u\u00dfere Form eines Materials bei der Sicherheitsbetrachtung ausschlaggebend sein kann.<\/p>\n<p>Ob Nanomaterialien die menschliche Gesundheit beeinflussen \u2013 und wenn ja, wie \u2013 untersuchen Wissenschaftler zun\u00e4chst im Labor <em>in vitro<\/em> \u2013 also in Zellkulturen. <em>In vitro<\/em> (von lat. vitrum f\u00fcr Glas) bedeutet im Reagenzglas und bezeichnet Tests au\u00dferhalb eines Organismus, wobei die Temperatur und andere Versuchsbedingungen m\u00f6glichst k\u00f6rper\u00e4hnlich sind. F\u00fcr <em>in vitro <\/em>Untersuchungen w\u00e4hlen Forscherinnen und Forscher geeignete Zellen aus, zum Beispiel Zellen der Haut oder der Lunge. Schlie\u00dflich bewerten sie die beobachteten Effekte, um das Gef\u00e4hrdungspotenzial der Testsubstanz festzustellen. Als Kontrolle dienen Zellen, die zwar nicht mit der Testsubstanz, aber ansonsten vergleichbar behandelt werden.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse aus den erfolgreichen <em>in vitro<\/em> Experimenten sollen anschlie\u00dfend in wenigen <em>in<\/em> vivo Studien best\u00e4tigt oder widerlegt werden. <em>In vivo <\/em>(von lat. vivus f\u00fcr lebend) bedeutet im lebenden Organismus und meint ausgesuchte Versuche mit Tieren, die als Modell f\u00fcr den Menschen dienen. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, dies nur in absolut notwendigem Umfang und unter besonderem Aspekt des Tierschutzes durchzuf\u00fchren. Die Ergebnisse machen die meisten Wirkungen vorhersagbarer und erh\u00f6hen die Gewissheit \u00fcber die Sicherheit einer Substanz f\u00fcr den Menschen.<\/p>\n<p>Neben der Wirkung auf den Menschen erforschen Toxikologen (Wissenschaftler, die sich mit der Giftigkeit von Substanzen befassen) eventuelle Umwelteffekte von synthetischen Nanomaterialien. Diese Pr\u00fcfungen sind ebenfalls erforderlich, weil Nanomaterialien w\u00e4hrend der Produktion, des Transports, der Verwendung oder schlie\u00dflich bei der Entsorgung in Gew\u00e4sser, Boden oder Luft gelangen k\u00f6nnen. Einige Nanoobjekte geraten gar unweigerlich in die Umwelt. Nanopartikel aus Sonnenschutzmitteln waschen sich von der Haut ins Wasser ab. Was passiert, wenn Nanoobjekte Fl\u00fcsse, Seen und Meere erreichen, wenn sie in der Luft schweben oder sich in B\u00f6den und Sedimenten ablagern und dort mit Lebewesen in Kontakt kommen? Die Wirkung der Nanopartikel in der Umwelt h\u00e4ngt dabei entscheidend von ihrer Reaktionsf\u00e4higkeit ab. Diese kann dazu f\u00fchren, dass sie sich mit anderen Partikeln verbinden und sich so ihr Risikopotenzial ver\u00e4ndert. Bislang gibt es aber nur wenige Informationen dar\u00fcber, welche synthetischen Nanomaterialien in welchen Mengen \u00fcberhaupt in der Umwelt anzutreffen sind und wie sie sich dort verhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Under the heading \u00abnano is everywhere\u00bb, the Federal Minstry of Education and Research published the brochure \u201cWinzige Riesen in unserem Alltag \u2013 Verantwortungsvoller Umgang mit Nanomaterialien\u201d. (Small giants in our everyday life \u2013 Responsible use of nanomaterials). The brochure informs about nano risk research and how it is performed.<\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":12384,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[42],"tags":[],"class_list":["post-12396","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-innovation-society"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12396"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12396\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16126,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12396\/revisions\/16126"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}