{"id":13784,"date":"2017-04-21T13:00:57","date_gmt":"2017-04-21T11:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/?p=13784\/"},"modified":"2023-05-31T14:04:36","modified_gmt":"2023-05-31T12:04:36","slug":"the-national-research-program-nfp-64-of-switzerland-publishes-final-report","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/the-national-research-program-nfp-64-of-switzerland-publishes-final-report\/","title":{"rendered":"The National Research Program NRP 64 of Switzerland publishes final report"},"content":{"rendered":"<p>Synthetische Nanopartikel sind l\u00e4ngst ein Teil unseres Alltags, auch wenn wir uns dessen oft gar nicht bewusst sind. Sie stecken in verschiedensten Konsumg\u00fctern, in Elektronik, Textilien und Kosmetika, in Lebensmitteln, Sportger\u00e4ten und Baumaterialien. Sie sorgen daf\u00fcr, dass das Streugew\u00fcrz nicht verklumpt, der Schokoladenguss appetitlich gl\u00e4nzt und die franz\u00f6sische Salatsauce schneeweiss ist. Sie machen verschwitzte Socken geruchsfrei und Velorahmen leicht und doch superstark. In der Medizin schliesslich soll ihr gezielter Einsatz pr\u00e4zisere und nebenwirkungs\u00e4rmere Behandlungen erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Im Kleinen liegen grosse Verheissungen. Dass sich viele Stoffe pl\u00f6tzlich ganz anders verhalten, wenn sie als winzige Partikel vorliegen, war bereits vor dem NFP 64 bekannt. Goldnanopartikel beispielsweise wechseln aufgrund einer physikalischen Ver\u00e4nderung ihre Farbe: Schon die mittelalterlichen Glasermeister wussten, dass das Einschmelzen winziger Goldteilchen ins Glas Kirchenfenster in pr\u00e4chtigem Rubinrot ergl\u00e4nzen liess. Es sind diese besonderen Materialeigenschaften, die synthetische Nanomaterialien f\u00fcr die Forschung und f\u00fcr die Entwicklung neuer Werkstoffe und Anwendungen so interessant machen. Doch bisher gab es wenig verl\u00e4ssliches Wissen dar\u00fcber, in welchem Ausmass ihre einzigartige Natur die Winzlinge gleichzeitig auch zu einem Risiko f\u00fcr Mensch und Umwelt werden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die am NFP 64 beteiligten Forschungsgruppen haben genau hingeschaut. Sie haben untersucht, welche Chancen und welche Risiken mit synthetischen Nanomaterialien verbunden sind: in Nahrungsmitteln, bei nano basiertem Bau- und Isolationsmaterial, in der Energietechnik und, ganz besonders, in der Medizin. Sie haben analysiert, in welchem Abschnitt ihres Lebenszyklus \u2013 bei der Herstellung, beim Gebrauch oder bei der Entsorgung \u2013 Nanoteilchen f\u00fcr Umwelt und Gesundheit gef\u00e4hrlich sein k\u00f6nnten. Sie haben daf\u00fcr verschiedene neue Messmethoden und Messapparate entwickelt und getestet, mit neuen Anwendungen experimentiert und dabei erstaunliches entdeckt. Zum Beispiel, dass oft schon geringste Ver\u00e4nderungen der Partikeloberfl\u00e4che gen\u00fcgen, um die Eigenschaften der entsprechenden Nanopartikel grundlegend zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Nach f\u00fcnf Jahren intensiver interdisziplin\u00e4rer Forschung ist die zunehmend vernetzte Schweizer Nanoforschungsgemeinde zum Fazit gelangt, dass die Chancen die Risiken synthetischer Nanomaterialien \u00fcberwiegen. Oder besser: Dass die genaue Kenntnis synthetischer Nanomaterialien dabei helfen kann, sich der einzigartigen Eigenschaften dieser Stoffe zu bedienen, um vorhandenes Gef\u00e4hrdungspotenzial in weitere Chancen zu verwandeln. Gleichzeitig zeigt das NFP 64 \u2013 und das ist genau so wichtig \u2013 aber auch deutlich auf, wo weiterhin Wissensl\u00fccken bestehen und zus\u00e4tzliche Forschungsanstrengungen unabdingbar sind. Und dass nachhaltige Innovation und Sicherheitsforschung Hand in Hand gehen m\u00fcssen. Denn die Nanotechnologie wird uns, als vielseitige Querschnitttechnologie, auch in Zukunft begleiten. Das vom NFP 64 erarbeitete Wissen wird wesentlich dazu beitragen, ihr Anwendungspotenzial f\u00fcr Technik, Wirtschaft, Medizin und Gesellschaft auszusch\u00f6pfen, ohne dass der Mensch und die Umwelt dabei zu Schaden kommen. Der Bericht gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Highlights, Einsichten und Empfehlungen an Industrie und Forschung im Hinblick auf den geeigneten Umgang mit Nanomaterialien von der Herstellung \u00fcber den Gebrauch bis hin zu ihrer Entsorgung.<\/p>\n<p>Projektwebseite: http:\/\/www.nfp64.ch\/de<\/p>\n<p>Der Schlussbericht des NFP 64 kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:<\/p>\n<p>http:\/\/www.nfp64.ch\/SiteCollectionDocuments\/Schlussbroschuere_NFP64_D.pdf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Five years of research, 23 research groups with a total of 111 researchers, about 150 publications, several prizes and awards. The national research program \u201cChances and risks of nanomaterials\u201d (NRP 64), launched at the beginning of 2010 with a global credit of 12 Million francs, an impressive undertaking. It also pursued an ambitious goal: Understanding how the special properties of synthetic nanomaterials can be used as profitably as possible and simultaneously as risk-free as possible.<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":13778,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-13784","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nanotechnologie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13784","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13784"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13784\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20417,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13784\/revisions\/20417"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13778"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13784"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13784"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13784"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}