{"id":825,"date":"2011-09-19T14:29:42","date_gmt":"2011-09-19T14:29:42","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.innovationsgesellschaft.ch\/?p=825"},"modified":"2013-11-07T08:37:14","modified_gmt":"2013-11-07T08:37:14","slug":"significance-of-in-vitro-methods-in-the-assessment-of-chronic-toxicity-and-carcinogenicity-of-nanomaterials","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/significance-of-in-vitro-methods-in-the-assessment-of-chronic-toxicity-and-carcinogenicity-of-nanomaterials\/","title":{"rendered":"Significance of in-vitro Methods in the Assessment of Chronic Toxicity and Carcinogenicity of Nanomaterials"},"content":{"rendered":"<p>Zur Interpretation der Befunde waren auch einige sonstige Daten zur Toxizit\u00e4t der Stoffe zu ber\u00fccksichtigen. Die Auswertung der In-vivo-Daten legte es nahe, die St\u00e4ube in drei Potenzklassen der karzinogenen Wirkungsst\u00e4rke einzuteilen. F\u00fcr nahezu alle Staubarten (z. B. Dieselru\u00df, SiO2 kristallin und amorph, TiO2 fein und ultrafein, Industrieru\u00df fein und ultrafein, Eisenoxid fein und ultrafein), die in In-vitro-Gentoxizit\u00e4tstests an S\u00e4ugetierzellen untersucht wurden, waren in manchen Tests dabei auch positive Ergebnisse (\u201eEffekte\u201c) festzustellen. Insgesamt lag der Anteil positiver Befunde unter den In-vitro-Tests bei etwas mehr als der H\u00e4lfte. F\u00fcr faserf\u00f6rmige St\u00e4ube wurden am konsistentesten positive Befunde erhalten (zirka 70 %).<\/p>\n<p>Jedoch ist \u00fcber alle St\u00e4ube und Studien hinweg keine klare Korrelation der Wahrscheinlichkeit positiver In-vitro-Befunde mit den In-vivo-Potenzklassen zu finden. Die Auswertung von 179 Datens\u00e4tzen zu \u201eGBS, Nanomaterialien und sonstige St\u00e4ube\u201c zeigt eher einen statistischen Zusammenhang mit der Art (\u00f6ffentlich\/privat) des Auftraggebers oder Labors als mit chemisch-physikalischen Partikeleigenschaften. Die Beurteilung von Sensitivit\u00e4t und Spezifit\u00e4t der In-vitro-Methoden h\u00e4ngt stark davon ab, wie man die In-vivo-Daten bewertet bzw. auf welche Referenzinformation man sich bezieht. Nahezu alle betrachteten Staubarten haben sich in mindestens einem In-vivo-Testsystem als karzinogen gezeigt, sofern sie untersucht wurden. Legt man diese Befunde als valide \u2013 d. h. als Referenz \u201ein Wahrheit positiv\u201c \u2013 zugrunde, dann entspricht der Anteil von rund 60 % positiven Ergebnissen innerhalb aller ausgewerteten In-vitro-Tests ann\u00e4hernd der \u201eSensitivit\u00e4t\u201c der In-vitro-Methoden; das hei\u00dft, die Sensitivit\u00e4t liegt dann bei ungef\u00e4hr 60 % (im Durchschnitt aller Testmodelle und Stoffarten). Die Spezifit\u00e4t l\u00e4sst sich nicht sinnvoll ermitteln, weil keine geeigneten Invivo-Daten vorliegen, welche eine krebserzeugende Wirkung hinreichend sicher ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr fast alle untersuchten Staubarten gibt es jedoch in der Literatur Zweifel an der Relevanz der vorhandenen In-vivo-Informationen f\u00fcr heutige Arbeitsplatzbedingungen. Solche Zweifel werden, z. B. wegen eines so genannten Overloads, f\u00fcr (Nano-)Materialien vom GBS-Typ besonders verbreitet ge\u00e4u\u00dfert. Zumindest im Sinne einer m\u00f6glichen Wirkungsschwelle sind solche Zweifel aber auch f\u00fcr grunds\u00e4tzlich als krebserzeugend anerkannte Stoffe wie Nickelverbindungen, Quarz, Dieselru\u00df und Chrysotilasbest ver\u00f6ffentlicht. Vor diesem Hintergrund werden im vorliegenden Bericht die Bedeutung statistischer Signifikanz sowie Vorschl\u00e4ge f\u00fcr weiterf\u00fchrende Versuche diskutiert. In Anbetracht der Datenlage und der Schwere einer Krebserkrankung ist es verantwortungsbewusst, die vorliegenden Effektbefunde bei Ratten und bei historischen Expositionen in der Epidemiologie zum Ma\u00dfstab des Handelns auch bei niedrigeren Expositionsh\u00f6hen zu machen, in Form einer Dosis-Wirkungsbeziehung ohne Schwellenwert.<\/p>\n<p>Dr. Markus Roller, Projekt F 2043 im Auftrag der Bundesanstalt f\u00fcr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Schlussbericht unter<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baua.de\/de\/Publikationen\/Fachbeitraege\/F2043.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=6\" target=\"_blank\">http:\/\/www.baua.de\/de\/Publikationen\/Fachbeitraege\/F2043.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=6<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The literature assessment analyses the significance of in-vitro genotoxicity assays in relation to the carcinogenicity of respirable, fibrous and granular dusts in epidemiology and long-term animal tests. The evaluation of in-vivo data suggests that the dusts should be divided into three classes according to their carcinogenic effects. However,  there are also critical voices in the literature for most of the dusts under consideration, contesting the relevance of the existing in vivo data for current workplace conditions.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[],"class_list":["post-825","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nanotechnology"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/825","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=825"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/825\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=825"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=825"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/innovationsgesellschaft.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}